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(Freestyle24-Redaktion) |
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„Ich bin fast auf dem Spielfeld geboren worden“
Göttingen (bam). Barbara Csipkó war der erste Top-Transfer der BG 74 für die kommende Saison in der 1. Damenbasketball-Bundesliga. Erst seit knapp zwei Wochen ist die 23-jährige Ungarin in Göttingen, dennoch schwärmt sie förmlich von Club und Team. „Ich bin hier sehr, sehr freundlich aufgenommen worden. Der Club arbeitet sehr professionell, ich fühle mich außerordentlich wohl. Im Team habe ich das Gefühl, dass ich schon seit zwei Jahren hier bin, die Spielerinnen helfen mir viel“, erzählt Csipkó in fast akzentfreiem Deutsch. Großen Anteil an der raschen Eingewöhnung dürfte das bis zum heutigen Freitag laufende Basketball-Camp der GoeSF haben. Seit Montag trainiert die 23-Jährige gemeinsam mit BG-Co-Trainer Vlastibor Klimes und anderen BGerinnen 21 Kinder in der Halle Geismar I. Seit drei Jahren spielt die Ungarin in Deutschland. Nach zwei Serien in Saarlouis wechselte sie in der vergangenen Saison nach Wasserburg und wurde mit dem TSV Deutscher Meister und Pokalsieger. Allerdings konnte sie sich nicht gegen Jarchowska und Pop durchsetzen und bekam so nur wenige Spielanteile. „Vielleicht war es zu früh für mich, nach Wasserburg zu gehen. Im Training habe ich aber enorm viel gelernt, ich habe mich verbessert. Jetzt hoffe ich hier natürlich auf wesentlich mehr Spielzeit“, sagt Csipkó. Sehr wichtig ist ihr der Kontakt zu ihrer Familie. „Wir telefonieren jeden zweiten Tag. An Weihnachten und im Sommer bin ich immer zu Hause“, sagt Csipkó. Zu Hause, das ist für die 23-Jährige die Stadt Miskolc, die 170 Kilometer nördlich von Budapest liegt und etwa so groß wie Göttingen ist. Ihre Eltern hätten sich zwar getrennt, „sie verstehen sich dennoch sehr gut“. Durch Vater Georg hat Csipkó noch eine Halbschwester bekommen. Panna ist drei Jahre alt. Zum Basketball ist Csipkó allerdings von ihrer Mutter Gabriella gebracht worden. Sie spielte selbst erfolgreich, ging in der ersten ungarischen Liga auf Korbjagd. „Ich bin sozusagen fast auf dem Spielfeld geboren worden“, scherzt die Aufbauspielerin. So spielte sie früh für ihren Heimatverein DKSK Miskolc. Nebenbei versuchte sich Csipkó allerdings auch im Volleyball und der Leichtathletik. Mit 16 Jahren konzentrierte sie sich dann allerdings auf Basketball. Nach der Schule studierte Csipkó in Ungarn Tourismus, zum Abschluss fehlt ihr noch eine Prüfung. Obwohl sie Profi-Spielerin ist, möchte sie weiter studieren. „Ich möchte gern was im Bereich Sport-Management machen. Mal sehen, ob ich das hier in Göttingen tun kann“, verriet sie. Ihre Konzentration gilt aber dem Basketball, denn die 14-malige Jugendnationalspielerin träumt noch von Einsätzen für das ungarische A-Nationalteam. „Ich habe ein sehr gutes Gefühl. Ich glaube, wir können mit der BG 74 einiges erreichen. Mit zwei weiteren Verstärkungen ist ein Platz unter den ersten Vier drin“, prognostiziert Csipkó.
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Autor: maat
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Artikel
vom 25.08.2006, 15:16 Uhr
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